April – Stefan Graf – The Innovation Dude

27 Mitglieder*innen und Gäste haben an unserem 91. Treffen seit Bestehen der tafelrunde teilgenommen.

Dieses Mal präsentierte sich wieder ein Mitglied. Stefan Graf, im ganz ausgezeichneten Ambiente des Kreativparks in Freiburg, mit seinem Unternehmen The Innovation Dude.

Stefan selbst hat den Abend mit einem Hinweis zum Catering während der Veranstaltung eröffnet. Fünf Freiburger Start-Ups im Bereich LebensmitteI haben ihre Produkte ausgelegt, die wir kosten und testen konnten und sollten. „Dikkes Wasser“, „mawa mate“, „Black Forest Snacks“, „Missy Moo’s“ und „Emils“. Stefan kennt die Gründer alle (dazu später mehr) und hat die Proben für uns ermöglicht. Eine schöne Idee. Und mit „Dickes Wasser“ war ein Produkt mit dabei, von dem ich mir gerne eine Flasche kaufen werde 😉 Erhältlich sind alle Produkte in deren Online-Shops. Teilweise auch bereits bei Edeka und/oder REWE.

Danach habe ich, mit dem erneuten Hinweis auf unsere 100. Veranstaltung im Januar 2020, übernommen. Wir feiern unseren 100. Geburtstag, im Rahmen einer Koffermesse, am SAMSTAG, 18.01.2020, Beginn: 14:00 Uhr. Detailinformationen folgen natürlich. Tragt euch diesen Termin bitte alle ein.

Besonders begrüßen konnte ich die Gäste und Interessenten Katrin und Christen Merkle (AHP Merkle in Gottenheim) und Martin Schiemann (Mercedes-Benz Kestenholz in Freiburg).

Wie wurde Stefan Mitglied unserer Runde? Anfang 2018 hat mir unser Kollege Peter Hirtler empfohlen, mich mit Stefan zu treffen, um zu klären, ob er unsere Runde bereichern könnte. Gesagt, getan. Schon bei unserem ersten Gespräch war mir klar, dass ich Stefan gerne mit dabei hätte. Ein ungewöhnlicher und spannender, beruflicher Werdegang von einem Kaiserstühler Urgewächs. Geboren im badischen, in München Erfolge gefeiert, (trotzdem) zurück nach Freiburg. Sein Tätigkeitsfeld war in der tafelrunde noch nicht besetzt. Sehr sympathisch und angenehm im Gespräch. Das passte alles und so hatte ich ihn gerne eingeladen, Teil unserer Runde zu werden. Er hat die Einladung angenommen und ist seit einem Jahr regelmäßiger und engagierter Teil der tafelrunde.

Nach meiner Einleitung hat Stefan Graf als Gastgeber übernommen.

Stefan ist 1983 in Freiburg geboren, aber er ist in Ihringen am Kaiserstuhl aufgewachsen. Mit 16 wollte er Spiele programmieren. Durch seinen Vater, der beruflich mit EDV-Themen befasst war, hat er früh Berührung mit dieser Materie gehabt. Er wollte auch, dass sein Vater ihm das Spiele Programmieren beibringen soll. Der Vater aber hat ihm lieber ein Programmierbuch geschenkt, damit er selbst programmieren lernen kann. Stefan hat sich eingelesen und durchgebissen und hat gelernt. Als er fertig war, war ihm das Programmieren von Spielen aber zu langweilig. Freunde und Bekannte wurde auf seine damals noch nicht weit verbreiteten Fähigkeiten) aufmerksam und bald kam die erste gewerbliche Anfrage. Die Festspiele Breisach baten ihn, dass er für sie eine Homepage erstelle soll. Mit 16 Jahren! Sein Vater erteilte das OK dazu, aber die Bedingung war, dass Stefan ein Gewerbe anmelden und die Einnahmen ordentlich versteuern muss. Und so hat Stefan mit 16 Jahren (der Vater musste mit aufs Rathaus und unterschreiben) sein erstes Unternehmen gegründet. Der Name „art of net“ Webdesign/entwicklung zeugt vom Selbstbewusstsein des jungen Stefan. Viele weitere Gründungen sollten folgen, was ihm damals natürlich noch nicht klar war. Seine Fähigkeiten hatten sich schnell herumgesprochen und so erhielt der Schüler Stefan Graf einige Aufträge. So z.B. vom lokalen Fußballverein. Diese wollten eine Homepage, hatten aber kein Budget. Stefan wollte Marketing, hatte aber kein Budget. Und so hat er, zum ersten, aber nicht letzten Mal, vernünftige Dinge miteinander kombiniert und über einen Umweg das Ziel erreicht. Der Fußballverein erhielt seine Homepage und als Bezahlung erhielt er seinen Firmennamen auf deren Trikot verewigt. Sponsoring im klassischen Sinn. Mit 16. Stark.

2002 hat er in Breisach sein Abitur gemacht und ab 2003 (anfänglich) in Furtwangen Wirtschaftsinformatik studiert. Sein Vater gab ihm nach dem Abi den guten Rat, dass er sich nicht gleich Selbständig machen, sondern mit einem Studium erst einmal eine solide Grundlage legen soll. Aufgrund seiner immer weiter statt findenden Programmierungen für Unternehmen war die Fachrichtung Wirtschaftsinformatik die Logische und Konsequente. 2007 absolvierte er, inzwischen nach Karlsruhe gewechselt, seinen Abschluss als Bachelor of Science.

Zu Jahresbeginn 2008 erfolgte sein Schritt in die Selbständigkeit. Ein Angestelltenverhältnis stand nicht auf seinem Lebensplan. Mit verschiedenen Auftragsprogrammierungen verdiente er sein Geld und, inzwischen in München lebend, folgte im März 2009, zusammen mit drei Freunden, die Gründung eines weiteren Unternehmens: shobbits. Kaum Vorstellbar, aber 2009 war facebook noch weitgehend unbekannt und shobbits wollte eine Art Empfehlungsplattform für Kaufinteressenten abbilden. Was heute normal ist (ich suche ein Produkt, also suche ich im Internet zuerst einmal die Bewertung dieses Produktes von Käufern des Produktes) war vor erst 10 Jahren in Deutschland noch weitgehend unbekannt.

Nun hatten die 4 Jungs/Kumpels (auf US-Amerikanisch = Dudes. Sie wollten sich nicht die üblichen Bezeichnungen „Geschäftsführer“, oder „CEO“ geben, weshalb sie sich als Dude titulierten. Jeder in seiner Sparte, weshalb Stefan, der für die Innovationen zuständig war, der „Innovation Dude“ wurde. Und als Firma bis heute blieb) eine gute Idee, die Eule als Firmenlogo, viel Elan, aber kein Geld, um die Idee in die Welt zu streuen. Und so entstand bei Stefan die erste Guerilla-Marketing (= Mit geringstem Kapitaleinsatz eine große Wirkung erzielen) Idee und Kampagne. Sie haben bei DEM Münchener Bekleidungshaus ihre Idee vorgetragen und als Preis ein eine Original Bayern Ausstattung für einen Mann (Tracht) und eine Frau (Dirndl) gesponsort erhalten. Das Thema der Aktion lautete: Lederhose trifft Dirndl. Dazu haben Sie ihre Firmenlogo Eule optisch auf Oktoberfest Outfit getrimmt und haben sie auf A0 Format ausgedruckt. Das war der einzige Kapitaleinsatz, den sie leisten mussten. Überschaubar 😉 Mit dieser ausgedruckten Eule sind sie im Sommer durch den Englischen Garten spaziert und haben junge Menschen dazu animiert, sich mit der Eule in ungewöhnlichen Posen fotografieren zu lassen. Dieses Foto sollten sie an wiesn@shobbits.com mailen und sie sollten Fan der shobbits facebook-Seite werden und diese liken. Stefan hat die Fotos dann auf der shobbits facebook-Seite hochgeladen. Das Foto, das dann die meisten Likes auf facebook erhielt (die „Models haben natürlich ihre Freunde animiert, das Foto zu liken) hat das Wiensoutfit als Preis erhalten. Durch diese Aktion erhielten sie innerhalb einer Woche 3.000 Facebook Fans. Das ist heute viel. Vor 10 Jahren war es unglaublich viel. Ein voller Erfolg!

Stefan hat später seine Anteile an seine Mitgründer verkauft (Sein erstes Bay-Out), denn die drei wollten die Plattform als Preisvergleichsplattform etablieren. Stefan sah darin aber keine Zukunft, weshalb er verkaufte.

Im Januar 2011 heuerte Stefan als Angestellter bei der Firma „BONAGO“ an, die Online Marketing anbot. Damit kannte er sich inzwischen sehr gut aus. Das wollte er vorantreiben.

Mit zum Teil anderen „Dudes“ kam ihm die Idee eine Krankenversicherung für Tiere in Deutschland zu gründen und zu etablieren. Um an die Tierbesitzer zu kommen, mussten sie aber (wieder einmal) Umwege gehen.

Deshalb gründeten sie im März 2013 die Firme „Tierheimhelden“ als Plattform. Ihre Idee war, die zur Vermittlung stehenden Tiere aller Tierheime auf dieser Plattform zu bündeln, so dann Interessierte Menschen, die z.B. einen Hund aus einem Tierheim kaufen wollten, sich nicht durch alle Tierheime quälen, sondern bequem auf dieser Plattform ihre Lieblinge aussuchen können. Ihnen war aber klar, dass sie ausschließlich mit Tierheimen arbeiten wollten, die dem Deutschen Tierschutzbund angegliedert sind und somit bestimmte Standards des Tierschutzes erfüllen. Der Tierschutzbund hat auf ihre Anfrage nach einer Kooperation aber negativ reagiert, weshalb wieder ein Umweg her musste. Wieder war Guerilla-Marketing gefragt. Sie konnten ein Münchener Tierheim dazu gewinnen, dass dieses ihren kommenden Tag der offenen Türe nicht wie sonst üblich abhielt, sondern dass sie einen „Dog-Walk“ veranstalteten. Die Idee war, die Hunde auf einem roten Teppich laufen zu lassen. Aber halt nicht wir bei einer Modeschau als Catwalk, sondern eben als Dog-Walk. Moderiert von dem damals bekannten (durch Germanys Next Top Modell) Modelagent Peyman Amin. Dieser suchte ebenfalls Aufmerksamkeit, fand die Idee gut und moderierte die Veranstaltung und den Dog-Walk der Hunde deshalb kostenfrei. Die Aktion war wieder ein großer Erfolg. Radio- und Fernsehsender wurden aufmerksam und auch der Deutsche Tierschutzbund. Sie wollten eine Kooperation, woraufhin ihnen Stefan die Mail mit der Ablehnung ihrer Anfrage von ein paar Monaten zuvor sendete. Ihre Antwort: Dieser Mitarbeiter ist nicht mehr für sie tätig und sie möchten nun die Kooperation. Ein Ritterschlag und diese Kooperation besteht bis heute. Sie generieren mit dieser Seite bis heute 450 Facebookfans. Pro Woche. Bis heute mehr als 100.000 gesamt.

Zwei Monate nach Gründung von Tierheimhelden gründeten sie „VetStage“. Eine Karriereplattform für Tiermediziner. Denn sie wollten diese für ihr Tierkrankenversicherungsprojekt ebenso als Vertriebskanal gewinnen. Bekannt gemacht haben sie diese Plattform wieder mit einer Guerilla-Marketing Aktion. In allen Hochschulen/Universitäten in Deutschland, die Tiermediziner ausbildeten, wurden die Treppenstufen der Treppenhäuser mit ca. 1 Meter breiten Aufklebern versehen. Auf jeder Treppenstufe einer. Von unten nach oben gehend/lesend mit folgendem Wortlaut:

VetStage www.vetstage.de
VetStage Eigene Praxis
VetStage Erster Job
VetStage Dissertation
VetStage Erstes Praktikum

Was für ein Erfolg! Jeder Student der Tiermedizin kannte ab sofort VetStage.

VetStage ist bis heute die größte und etablierteste Plattform für Tiermediziner. Jobs, Personalverwaltung, Fortbildungen. Alles auf einer Plattform.

Nun hatten sie erfolgreich zwei Plattformen etabliert (die es beide bis heute gibt) mussten ihre Idee der Tierkrankenversicherung aber begraben. Denn es sind etablierte Versicherer auf den Markt gekommen, die das Thema besetzt haben.

Also ging es im Juli 2013 mit drei Dudes mit der Gründung der Agentur „clesma“ weiter. Eigentlich wollten sie sich Clever & Smart“ (nach dem Comic) benennen. Aufgrund urheberrechtlicher Bedenken aber haben sie sich für die Abkürzung entschieden. Zusammen mit Moritz Weber (Entwicklung) und Robert Len (Design) wurde Stefan (Marketing & Projektmanagement) Teil von clesma. Ob er der clevere und/oder der smarte Teil ist muss jeder für sich selbst entscheiden…

clesma ist die Agentur, die die beiden zuvor genannten Projekte erfolgreich platzierte. Bis heute werden alle Projekte selbst entworfen, entwickelt, designed und programmiert! Unter anderem diese hohe Fachkompetenz hebt sie von anderen Agenturen deutlich ab. Stefan hat uns einige Beispiele von erfolgreichen Arbeiten der Agentur präsentiert. So unter anderem der Auftrag eines Schweizer Pharmakonzerns. Für diesen sollten sie seine Botox Produkte im Internet platzieren. Aber ohne, dass sie dafür Werbung machen. Denn Botox Werbung ist in der Schweiz verboten. Auch dieses Ziel konnte Stefan wieder über einen genialen erdachten Umweg erreichen. Dieses Mal allerdings nicht über Guerilla-Marketing, sondern mit dem fetten Budget eines Schweizer Pharmakonzerns. Sie entwickelten und designten eine neue Internetseite, die sich ausschließlich um den Bereich Schönheit (Beauty) kümmert. Tolle, hochwertige Fotos und journalistisch hochwertige Artikel und Schönheitstipps haben die Seite abwechslungsreich gemacht. Der Clou war: Auf der Seite gibt es einen Link „Finden Sie ihren Arzt“. Über diesen gelangt man auf ein Verzeichnis von Schönheitsärzten, die der eigenen Schönheit, falls nicht natürlich genügend vorhanden, nachhelfen können. Mit OPs, aber auch mit – Achtung – Botox. Auf diesem Verzeichnis wurden NUR Ärzte gelistet, die bei dem Pharmakonzern Botox einkauften.

Der Botox Umsatz des Konzerns konnte mit diesem Umweg nachhaltig um 30% gesteigert werden. Respekt, mein lieber Stefan!

Leider hatte der Mutterkonzern in den USA von dem Erfolg erfahren und hat die Agentur clesma durch eine eigene, größere, ersetzt. Ob diese bessere Arbeiten abliefert? Wir wissen es nicht. Teurer sind sie aber bestimmt. So wurden Stefan und seine Dudes vom eigenen Erfolg eingeholt und ausgebootet. Aber es war eine großartige Zeit und eine tolle Erfahrung. Und gut vergütet war sie auch.

Inzwischen ist Stefan wieder in seine alte Heimat zurückgezogen und hat München den Rücken gekehrt. clesma war nun in beiden Städten ansässig, denn außer Stefan lebte auch der Entwicklungs-Dude inzwischen in Freiburg.

In München in der dortigen Start-Up Szene sehr gut vernetzt, fand Stefan in Freiburg diese Szene nur in kleinstem Umfang vor. Also, wir ahnen es schon, gründete er im Juni 2016 halt wieder ein Unternehmen. „FR StartUps“ ist bis heute ein gefragtes Szeneportal, auf dem sich Freiburger Start-Ups austauschen und Erfahrungen weitergeben. Stefan ist es sehr wichtig, dass er seine langjährigen Erfahrungen an junge Gründer kostenfrei weitergeben kann. Die Start-Up Szene lebt vom Geben (Informationen, Tipps, Netzwerkpartner) und unterscheidet sich so in Teilen doch erheblich von manch etablierten Unternehmensnetzwerken, die eher Umsatzorientiert netzwerken.

Eine persönliche Anmerkung hierzu von mir: Die tafelrunde war und ist bewusst auch als „gerne geben“ aufgestellt. Denn „gerne geben“ heißt meist, dass vieles zurückkommt. Auch in Form von Umsatz durch das Netzwerk.

Im August 2016 folgte die Gründung (könnt ihr noch folgen?) von „P4C“. Diese Plattform sollte, wie oft bei Stefan, soziales und ethisches vereinen und nach vorne bringen. Er wollte den Bereich der Influencer, die immer mehr an Marketingbedeutung gewinnen, positiv nutzen. Und zwar dahingehend, das Influencer (was für ein schrecklicher Begriff) Ihre Bekanntheit nutzen und für Produkte „werben“, die einen sozialen, ethischen, biologischen,… Hintergrund haben. Die Mehreinahmen dadurch – wieder Guerilla-Marketing – sollten wieder in soziale, ethische Projekte fließen. Also eine Plattform, die bewusst nicht profitorientiert arbeitet. Dieses Mal wurde seine Idee ein Flopp. An die bekannten Influencer kam er nicht heran, weil diese von deren Management abgeschottet wurden und nicht ohne Honorar arbeiten wollten. Und die wenig)er) bekannten konnten nicht ohne Vergütung arbeiten, weil sie den Umsatz um (Über)leben benötigten. Deshalb wurde dieses Projekt auf Eis gelegt. Es existiert noch und kann jederzeit reanimiert werden, falls es eine Möglichkeit gibt und die Zeit evtl. dafür reif ist.

Im Januar 2017 dann die nächste Idee und Gründung. „Jicki“ Sprachduschen. Sprachen lernen, so wir Menschen schon immer die Spreche (egal welche) als Kleinstkind gelernt haben: Durch zuhören und Wiederholungen. Das Konzept ist ein anderes, wie z.B. bei „Babbel“, dem Marktführer. Es gibt keine Schriftformen, keine Prüfungen, keinen Anspruch auf 100% korrekte Grammatik. Es geht einfach darum, sich mit kleinen Einheiten an Geschichten (je. ca. 15 Minuten) phonetisch berieseln zu lassen. Zuhören. Einfach nur zuhören. Jede Lektion sollte zwei Mal gehört werden und so kann man – sehr viele Rückmeldungen von Kunden bestätigen das – eine Sprache in kürzester Zeit so lernen, das es für einfache Kommunikation, z.B. im Urlaub, genügt. Für einen Monatspreis in Höhe 9,90 Euro können Kunden alle angebotenen Sprachen (aktuell: Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Griechisch) lernen. Ein Peis. Alle Sprachen. Großes Kino! Für Flüchtlinge aus dem arabisch sprechenden Raum wurde ein extra Deutsch Kurs aufgelegt. Kostenfrei für alle! Stefans Beitrag zur erfolgreichen Integration von Flüchtlingen. Stefan sorgt dafür, dass die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration – das Erlernen der deutschen Sprache – diesen Menschen leicht ermöglicht wird. Dankeschön, lieber Stefan, dafür!

Die Geschichten werden von Muttersprachlern, die einen Journalistischen, oder einen Autoren Hintergrund haben müssen, erdacht und zu Papier gebracht. Ein zweiter Muttersprachler, der/die als Sprecher*in arbeitet (beim Film, Theater, Rundfunk,…) spricht die Geschichte dann ein.

Jicki ist wieder ein voller Erfolg. Wenn man bei Google z.B. „Englisch lernen“ eingibt, ist Jicki prominent an zweiter Stelle aufgeführt. Die Seite hat mehr als 3.000 Besucher. Pro Tag! Und mehr als 15% davon abonnieren das Programm dann auch. Eine unglaublich hohe Rate, die bis heute zu ca. 15.000 „Gelegenheitsnutzern“ und zu ca. 1.500 Abonnenten führte. Noch keine Zahl, von der die Dudes leben können. Aber die Richtung stimmt. Wenn wieder genügend Geld in der Kasse ist kommen weitere Sprachen dazu.

Die Deutsche Bahn stattet ihre ICE Züge aktuell mit einem bordeigenen WLAN aus. Über dieses können Kunden, die mit einer Bahn-Card reisen, in Zukunft entspannt kostenfrei Jicki lernen, während sie die Bahn von A nach B bringt. Klasse.

Für die tafelrunde Mitglieder*innen hat uns Stefan ein kleines Präsent unterbreitet: Wer sich auf der Jicki Seite www.jicki.de anmeldet und den Gutschein-Code TAFELRUNDE_04 eingibt, erhält 15 Euro Rabatt. DANKE, lieber Stefan, für diese schöne Geste.

Im September 2017 hat Stefan bei BadenCampus als Marketing Experte für Start-Ups begonnen zu arbeiten. Da auch Stefan nicht nur von Gründungen leben kann, hat er die Gelegenheit genutzt, um sein Fachwissen halbtags im Angestelltenverhältnis, auf dieser Gründerplattform, die von vielen regionalen Firmen und Verbänden getragen wird, zur Verfügung zu stellen. Die Vielfalt an Kontakten, die er darüber wieder knüpfen konnte, waren ein willkommener Begleiteffekt.

Seit November 2017 ist er auch als XING Abassador Freiburg tätig. Zusammen mit unserem tafelrunde Mitglied Peter Hirtler führen und betreuen sie beide die mehr als 10.000 Mitglieder der XING Gruppe Freiburg. Für diese Gruppe veranstaltet Stefan z.B. einmal pro Monat im Kreativpark ein Frühstück, bei dem sich die Teilnehmer*innen (immer zw. 30 und 50) aktiv austauschen und Kontakte knüpfen können.

Wo steht Stefan heute?

Seine Arbeit unterteilt sich in die vier Unternehmen/Bereiche:

  • Jicki Sprachduschen
  • The Innovation Dude
  • FR Start-Ups
  • XING Ambassador.

Seine Halbtagstätigkeit für den BadenCampus wird er zum 01. Juli 2019 beenden.

Stefan bezeichnet sich gerne als Lotse für seine Kunden. Er führt sie durch die Unmengen an Möglichkeiten, die ihnen das Internet als Marketing- Verkaufsplattform bietet. Diese Vielfalt hat er sehr eindrücklich anhand einem Schaubild der Anbieter (Facebook, Google, und hunderte andere) vor Augen geführt. Die Kunden benötigen fachliche Unterstützung, um überhaupt einmal zu selektieren, welcher Marketing- /Vertriebskanal für sie geeignet ist. Und welcher nicht. Stefan nimmt seine Kunden an die Hand und begleitet und führt sie durch die Untiefen des Internet. Deshalb ist sein Vergleich eines Lotsen ein sehr guter.

Waren früher die Themen „Produkt“, „Preis“, „Platzierung“ und „Bewerbung“ das (Marketing)Maß der Dinge, so sind es heute die Themen „Lösung“ (für die das Produkt dient), „Zugriff“ (schnell und jederzeit), „Wert“ (den ein Produkt für den Kunden hat) und „Bildung“ (Marketing mittels Fort/Bildung), die ein Produkt erfolgreich am Markt platzieren lassen.

Wie sich unser Verhalten verändert hat, zeigte uns Stefan anhand dreier Fotos eindrücklich.

  1. J.F. Kennedy Anfang der 60er Jahre in Berlin. Die Menge winkt ihm zu. Ein paar Fotoapparate sind auf ihn gerichtet, um eine gutes Foto „schießen“ zu können.
  2. Barack Obama Anfang der 2010er Jahre. Ebenfalls in Berlin. Die Menge fotografiert ihn. Einige wenige, die keinen Fotoapparat/Handy bei sich tragen, winken ihm zu.
  3. Hillary Clinton im US Wahlkampf 2016. Die Menge wendet ihr den Rücken zu (ALLE!) und „schießen“ ein Selfie mit Hillary Clinton im Hintergrund.

Wer diese dramatischen Veränderungen unseres Verhaltens und den unglaublichen schnellen Fortschritt der technischen Möglichkeiten nicht auf dem Schirm hat, sollte sich in unternehmerischen Innovationsfragen an einen Spezialisten wenden. Denn die digitale Transformation ist zwar technologisch getrieben, aber im Kern findet ein tiefer gesellschaftlicher Wandel statt. Und unser Innovation Dude kann uns bei diesem Wandel unterstützen und begleiten.

Nach Stefans Ausführungen haben wir die Räumlichkeit gewechselt und haben den Abend im Asia-Restaurant AKOYA, wenige Meter vom Kreativpark entfernt, ausklingen lassen. Wir haben während des ganzen Abends wieder viel gelacht, diskutiert und philosophiert. Halt alles, was einen schönen Abend ausmacht. Dass das Netzwerken und Kontakte knüpfen dabei nicht zu kurz kam muss ich eigentlich nicht extra erwähnen. Es stand nicht im Vordergrund, sondern ergab sich in den angeregten Gesprächen automatisch. Und ich bin sicher, dass die Gespräche im kleinen Kreis fortgeführt werden, denn es wurden wieder fleißig Kontaktdaten getauscht und Termine zum (besser) kennenlernen vereinbart. Auch von mir 🙂 Herrlich!

So ein Abend ist ohne die Unterstützung und Mitwirkung fleißiger Hände und Gönner nicht möglich. Dafür DANKESCHÖN an:

  • Stefan Graf für die Gastgeberrolle
  • Peter Hirtler für die Herstellung des Kontaktes.
  • Jörg Armbruster und Robin Teuffel von der tafelrunde für die Fotos.

Eine schöne tafelrunde Veranstaltung fand gegen 22:00 Uhr ihr Ende.

Die Mai Veranstaltung

Am 06.05.2019 findet wieder eine Veranstaltung bei einem Mitglied der tafelrunde statt.

Bernd Herkenrath wird uns berichten, was er mit seinem Unternehmen Classic Shoes Staufen auf die Beine gestellt hat. In einem Alter, in dem andere ihren Ruhestand genießen, hat Bernd noch einmal voll durchgestartet und sein Hobby erfolgreich zum Beruf gemacht. Was bedeutet First Class Second Hand? Wie hängt das alles mit seiner früheren Führungsposition bei SICK in Waldkirch zusammen? Und weshalb ein Praktikum bei einem Schuhmacher? Fragen über Fragen. Bernd wird sie uns beantworten. Unter www.classicshoesstaufen.com könnt ihr euch einen ersten Eindruck des Unternehmens verschaffen.

Details, wie immer, 14 Tage vor der Veranstaltung.

Neue Mitglieder der tafelrunde

Aktuell haben wir keine Neuzugänge zu verzeichnen.

Auf der Gästeliste stehen ein paar weitere, konkret Interessierte, mit denen ich Gespräche führe.

Grundsätzlich haben wir unsere endgültige Mitgliederzahl von ca. 50 Mitgliedern erreicht und ich möchte diese nur ungern deutlich übersteigen, um die tafelrunde auch weiterhin händelbar zu halten. Somit können nur noch neue Mitglieder/innen aufgenommen werden, wenn andere die Runde verlassen. Das wird immer wieder passieren und ist für die tafelrunde wichtig und richtig. Denn dadurch mischt sich der Mitgliederstamm immer ein klein wenig und bleibt spannend.

Nach wir vor auf der Suche bin ich nach passenden Personen aus den Bereichen Landwirtschaft und Architrektur. Wer jemanden kennt, der jemanden kennt…. Bitte Kontakt zu mir herstellen. Dankeschön.

Abgänge der tafelrunde

Im März hat uns Winfried Kuhs verlassen. Zeitlich sind ihm die Teilnahmen an unseren Montagsrunden schon im letzten Jahr sehr schwer gefallen, weshalb er nun die Entscheidung zum Austritt gefällt hat. Lieber Wins: Vielen Dank für deine Zeit und Teilnahme in der tafelrunde. Du bleibst uns ein gerne gesehener Gast und bist jederzeit herzlich willkommen.

Herzliche Grüße in die wunderbare Runde.

Jogi

Jürgen Weber
Generationenberater  |  Testamentsvollstrecker

 

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©2019 Tafelrunde by weberfinanz

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